Im Burgenland wird das Rad ein immer wichtigeres Fortbewegungsmittel für den Alltag. Kein Wunder, denn unser Radnetz wird mehr und mehr ausgebaut. Das Land Burgenland investiert in diesen Ausbau bis 2026 25 Millionen Euro. Bereits jetzt gibt’s über 2.500 km Radverbindungen verteilt auf über 70 Routen. Und das Angebot wächst.

Mit dem Rad in die Arbeit, in die Schule, zum Einkaufen, oder einfach Freunde besuchen – Radfahren tut der Seele gut und ganz nebenbei macht man auch etwas für seine Gesundheit. Mehr als 50% der Wege der BurgenländerInnen sind kürzer als 5 km. Diese Strecken sind ideal, um auf das Fahrrad umzusteigen - und die positiven Effekte sind weitreichend! Bis 2030 soll im Burgenland die Anzahl der mit dem Rad zurückgelegten Wege verdoppelt werden. 

Die Geofachdaten des Landes Burgenland bieten umfangreiche Informationen zu Übersichtskarten, Roadbooks, den neuen Burgenland-Trails und vieles mehr für all jene, die gerne umsteigen wollen, Routen planen, Daten benötigen oder sich einfach zum Thema Radrouten informieren wollen. Mehr Informationen unter BurgenRADLand.

 

I steig auf's Radl...

...weil's g'sund ist:

„Bei mir steht der Fitnessgedanke im Vordergrund. Radfahren gibt mir die Möglichkeit, mich zu bewegen und gut zu fühlen. Neben Arbeit, Familie und Alltag kommt die Bewegung leider oft zu kurz.

Seitdem wir Kinder haben, versuchen meine Frau und ich Alltagswege im Ort und in der Gemeinde möglichst oft mit dem Fahrrad zurückzulegen. Wir möchten so unseren Kindern ein Vorbild sein und ihnen zeigen, dass es nicht nur „normal“ ist, mit dem Rad zu fahren, sondern auch gut tut sich an der frischen Luft zu bewegen.“ 

 

David arbeitet in Güssing und radelt von seinem Heimatort Dobersdorf in den Bezirksvorort zur Arbeit. 

„Ich meide vielbefahrene Straßen so gut es geht und mache dann lieber einen kleinen Umweg. So führt der Weg nach Güssing zu Beginn über den Lafnitztal-Radweg (B75) entlang der Lafnitz und anschließend über den Jubiläums-Radweg (B1) über Heiligenkreuz nach Güssing. Weitere Motivation fürs Radfahren für mich sind der Klimaschutz und die Schonung der Umwelt. Angenehmer Nebeneffekt: Bei den aktuellen Spritpreisen spart man auch Geld.“

  • Wer eine halbe Stunde radelt, verbrennt 200 bis 500 Kalorien.
  • Die Pendlerpauschale ist nicht an die Verwendung eines Kfz gebunden und somit auch für Radfahrende beanspruchbar.
  • Wer jeden Tag radelt, schläft besser: 30 Minuten reichen aus, um schneller einzuschlafen und eine Stunde länger zu träumen.

  • Beruflichen Fahrten mit dem Fahrrad sind steuerlich absetzbar. Mehr Infos findest du hier.

  • 10 Fahrräder passen auf einen Autoparkplatz.

Wer eine halbe Stunde radelt, verbrennt 200 bis 500 Kalorien.


I steig auf's Radl...

...weil's stressfrei ist:

„Wir bringen mit dem Rad unsere Kinder in den Kindergarten, besuchen Freunde, fahren einkaufen, ins Seebad, ein Eis essen oder mit unseren Kindern zum Capoeira-Training nach Jois“, beschreibt Pia-Maria Jordan-Lichtenberger die Alltagstauglichkeit des Fahrrads.

Gerne kombiniert sie Zug und Fahrrad – beispielsweise um vom Heimatort Breitenbrunn in die Musikschule nach Donnerskirchen zu kommen. Wir genießen die gemeinsame, stressfreie Zeit an der frischen Luft anstatt wegen jeder kleinen Besorgung gleich mit dem Auto ins nächste Einkaufszentrum zu fahren."

„Als mein Mann und ich vor cirka sechs Jahren nach Breitenbrunn gezogen sind, haben wir uns kurz überlegt, ein Auto zu kaufen. Wir haben dann aber beschlossen, es einfach einmal ohne Auto zu probieren“, berichtet die Alltagsradlerin, „wir dachten, wir könnten uns ja immer noch eines kaufen, sobald wir merken würden, dass wir unbedingt eines bräuchten.“

Der Versuch läuft jetzt immerhin schon seit sechs Jahren, die Familie ist mittlerweile auf fünf Personen angewachsen, und sie haben bislang nicht das Gefühl, großartig auf etwas verzichten zu müssen. Winterpause kennen sie nicht. Die Familie setzt täglich auf das Fahrrad und strampelt im Jahr so um die 2.000 Kilometer.

Wer im “Burgenland radelt”, kann tolle Preise gewinnen. Ob zur Arbeit, zum nächsten Spielplatz oder ins Freibad - jeder Kilometer zählt! 2021 radelten 2.382 TeilnehmerInnen gemeinsam 1,2 Mio. Kilometer.

Können wir das toppen? 

Jetzt mitmachen


I steig auf's Radl...

...weil's ma Spaß macht:

„Ich fühle mich einfach gut, wenn ich mit dem Rad unterwegs bin. Es macht nicht nur Spaß, es ist auch praktisch! Im Ort nehmen wir immer das Rad, um in die Schule, in den Kindergarten oder auf den Sportplatz zu fahren. Und auch für den Weg in die Arbeit ist mir das Fahrrad mittlerweile am liebsten." 

Zum Alltagsradeln ist Tina durch ihre Arbeit in der Mobilitätszentrale Burgenland gekommen. 2019 hat sie an einem Projekt der Mobilitätszentrale – es wurden 80 Testpersonen gesucht, die ihren Autoschlüssel abgegeben und auf ihr Auto verzichtet haben – teilgenommen. Dabei hat die Projektteilnehmerin unter anderem die vielen Vorteile des Radfahrens entdeckt.

Nun ist sie nicht nur im Ort ist mit dem Rad unterwegs, vielmehr fährt sie auch in die Arbeit nach Eisenstadt, wodurch die lästige Parkplatzsuche wegfällt. Die rund zehn Kilometer lange Strecke bewältigt die Alltagsradlerin mit ihrem Cross-Bike in rund einer halben Stunde. Obwohl es mehr Zeitaufwand ist, mit dem Rad in die Arbeit zu fahren, nützt sie die Gelegenheit fast täglich – außer das Wetter spielt nicht mit, und es schüttet wie aus Schaffeln. 

Auch in Zukunft möchte Tina Wurm nicht auf ihr Fahrrad und die vielen Vorteile des Radelns verzichten. Mit ihrem Enthusiasmus fürs Radfahren hat sie mittlerweile ihre ganze Familie angesteckt.