Kolumne

Adieu, geliebter Sommer!

Der Sommer ist vorbei und ich hoffe, Sie hatten es schön! Mein Sommer geriet erholsam, und das liegt auch daran, dass ich es mir leicht gemacht habe: Ich bin nämlich großteils zu Hause geblieben und habe an so schönen Orten wie in Wien und im Burgenland Touristin gespielt.

Ein Pendlerleben

Ich hatte lange Abende auf Wiens Dachterrassen mit Blick auf die Lichter der Stadt. Im Burgenland bin ich geradelt, habe gelesen und sehr viel Ball gespielt. Außerdem haben uns auch Freunde aus Wien besucht, und da wurde ich plötzlich zur Reiseleiterin. Ganz nach dem Motto: „Links seht ihr einen Weingarten, rechts … noch einen Weingarten.“ Die Begeisterung war groß, auch über die Ruhe („Hier hört man ja nix!“) und die Topografie („So flach ist es ja gar nicht!“).

Den einzigen Fehler meines Sommers habe ich dann in Rechnitz gemacht. Dort gibt es den Buschenschank Kanitz: große Empfehlung! Hinter dem Weinkeller leben Pferde und Ponys, was den Kindern großen Spaß bereitet hat. Das Essen ist toll und am besten ist der Topfenstrudel. Mein Fehler? Sie ahnen es: Ich habe mir kein zweites Stück eingepackt … Und so ist meine schönste Erkenntnis der vergangenen Monate also jene, dass das Gute nicht unbedingt in der Ferne liegt. Sondern in diesem magischen Dreieck zwischen Abendlichtern, Strudel und Weingarten. So gestärkt starte ich in einen Herbst voll Schule, Arbeit und nebliger Abende und hoffe, Sie tun es mir gleich.

 

Eine Kolumne von Saskia Jungnikl-Gossy.