Kolumne

Super und Leiwaund

Im vorigen Heft habe ich mich über leicht angeranzte Adjektive der Umgangssprache wie „wöd“ und „wunder“ ausgelassen. Gefehlt haben „super“ und „leiwaund“, denn beide sind ja noch fleißig in Gebrauch.

Perschys Perspektiven

Über die Herkunft von „leiwaund“ gibt es verschiedene Theorien. Am besten finde ich die vom Plakat einer böhmischen Biersorte namens „Levont“, auf der allerlei Leute mit schäumenden Krügeln zu sehen waren, drunter der Schriftzug „Alles Levont!“ Muss aber nicht stimmen.

„Super“ hingegen ist eines der wenigen Wörter, das über Tausende Jahre hinweg in gleicher Aussprache und Bedeutung verwendet wird. Es existiert eine römische Inschrift, die besagt, dass zwei Eheleute in Noricum ihr bewundertes Kind einfach „Super“ genannt haben. Wahrscheinlich, weil sie es so fanden. Beziehungsweise ist Superman vielleicht schon vor zweitausend Jahren im heutigen Kärnten auf die Welt gekommen.

Viele bewundernde Wörter fielen mir zum Buch „Od jutra do noći / Vom Morgen bis zum Abend – Knjiga o pendlanju / Ein Buch über das Pendeln“ ein, und zwar sowohl zu den Texten von Dorothea Zeichmann als auch zu den Bildern von Manfred Horvath. Erschienen ist es im Verlag Bibliothek der Provinz.