Gesundheit

Erträge aus sauberer Energie finanzieren Klinik Gols

Das Burgenland will die in Gols geplante Klinik über Erträge aus erneuerbarer Energie finanzieren. Dafür steigt das Land als strategischer Partner in eine Tochtergesellschaft der Burgenland Energie ein. 

Franz Öller (kaufmännischer Geschäftsführer Gesundheit Burgenland), Landeshauptmann Hans Peter Doskozil und Stephan Sharma (Vorstandsvorsitzender Burgenland Energie) präsentierten das Finanzierungsmodell

In der Tochtergesellschaft sind vorerst rund 45 Windkraft- und PV-Projekte mit einem Volumen von circa 650 Millionen Euro geplant. Das Land stellt dafür mit 65 Millionen Euro – ebenso wie die Burgenland Energie – zehn Prozent Eigenkapital zur Verfügung.

Ohne Haftungen des Landes

Die Projekte im Bereich der erneuerbaren Energie werden ohne Haftungen des Landes realisiert. Die Europäische Investitionsbank plane, die Hälfte der Investitionen zur Verfügung zu stellen, sagte Stephan Sharma, Vorstandsvorsitzender der Burgenland Energie. Zusätzlich soll Geld von Raiffeisen, Erste Bank, UniCredit, der Landesbank Baden-Württemberg und einem österreichisch-europäischen Versicherungskonsortium kommen.

Neues Spital ohne Neuverschuldung

Die Investitionsmöglichkeiten, die sich durch erneuerbare Energien bieten, werden auch vom Land Burgenland als Mehrheitseigentümer der neuen Projektgesellschaft genutzt. „Die Erträge, die aus diesen Projekten fließen werden, werden vonseiten des Landes voll zur Errichtung des Krankenhauses Gols eingesetzt. Durch den Rückgriff auf Erträge aus sauberer Energie werden wir es auch bei der neuen Klinik in Gols schaffen, ein Spital ohne Neuverschuldung oder Kredit- und Leasing-Varianten zu finanzieren“, legt sich Doskozil fest. „Die Klinik Gols wird die Gesundheitsversorgung im Nordburgenland auf ein neues Niveau heben“, sagte Franz Öller, kaufmännischer Geschäftsführer der Gesundheit Burgenland: „Angesichts der Preisentwicklungen auf dem Bausektor ist es Foto: Landesmedienservice sehr sinnvoll, wenn der Eigentümer sich über innovative Modelle der Finanzierung Gedanken macht, um weniger anhängig von Kapitalmärkten zu sein.“

Windkraft- und PV-Projekte

Einige der Wind- und PV-Projekte der Burgenland Energie sind bereits in Betrieb, wie beispielsweise Schattendorf (PV), Nickelsdorf Nord und Nickelsdorf Süd (PV).

Weitere Projekte sind bereits im Bau, wie Tadten-Wallern (PV) – das größte europäische Agri-PV-Projekt –, Güssing (PV), Deutschkreutz (PV), Pama (PV) und das österreichweit mit Abstand größte Windprojekt Neusiedl-Weiden