Neue Sonnenmarkt-Cafés für Chancengleichheit

Im Burgenland startet ein österreichweit einzigartiges Modell in der Armutsbekämpfung. In den neuen Sonnenmarkt-Cafés können Menschen, die es im Leben schwerer haben, günstiger einkaufen und sich von SozialarbeiterInnen beraten lassen. Schritt für Schritt werden die Sonnenmarkt-Cafés in allen sieben Bezirken eröffnet. Der erste Standort ist in Oberwart.

Günstige Preise für Menschen mit niedrigen Einkommen

In den Sonnenmärkten werden Lebensmittel und Drogeriemarktartikel zu günstigen Preisen ausschließlich an registrierte Kundinnen und Kunden verkauft. Registrieren lassen können sich alle Menschen, deren Nettoeinkommen unter gewissen Grenzen liegt. Die Sonnenmärkte arbeiten beim Einkauf mit Herstellern und Handel zusammen.      

In den dazugehörigen Sonnencafés sind alle Menschen herzlich willkommen, die sich dort austauschen und Kontakte pflegen wollen. Registrierte Sonnenmarkt-Kundinnen- und Kunden bekommen auch hier Getränken vergünstigt.

 

Ein Sozialmarkt pro Bezirk bis 2023

Im „Zukunftsplan Burgenland 2020 bis 2025“ wurde festgelegt, dass jeder Bezirk einen Sozialmarkt bekommen soll. Ziel der landeseigenen Soziale Dienste Burgenland GmbH ist daher, in jedem Bezirksvorort im Burgenland einen Sonnenmarkt mit Sonnencafé zu etablieren – stets in Kooperation mit einer gemeinnützigen Organisation, die den Betrieb übernimmt.

Noch heuer soll ein weiterer Markt in Mattersburg eröffnet werden.

Weitere Märkte sind in Neusiedl und Oberpullendorf (im ersten Halbjahr 2022), Eisenstadt (im zweiten Halbjahr 2022) sowie 2023 in Güssing und Jennersdorf geplant.

Zusätzliches mobiles Angebot

Eingerichtet wird auch ein mobiler Sonnenmarkt, der regelmäßig Ortschaften in der Umgebung anfährt. Damit können auch jene Menschen versorgt werden, die nicht so einfach in den Bezirksvorort gelangen können.

 

20 neue Jobs entstehen

Das Projekt ist auch ein Angebot an Arbeitssuchende, insbesondere an alleinerziehende Frauen und Menschen, die schon länger keinen Job finden konnten. Insgesamt entstehen rund 20 Stellen (Vollzeitäquivalente). Zielgruppe als Kunden sind vor allem jene rund 49.000 Menschen im Burgenland, die als armutsgefährdet gelten sowie jene rund 14.500 älteren Menschen, die mit einer Mindestpension auskommen müssen.