Kultur

100 Jahre Landesmuseum Burgenland: Ein Jahrhundert Geschichte unter einem Dach

Ein Jahrhundert Museumsgeschichte, zwei Ausstellungen und eine Rückkehr an den Ursprungsort: Mit einem Festakt im Leinner-Haus Eisenstadt wurden die Jubiläumsausstellungen anlässlich „100 Jahre Landesmuseum Burgenland“ eröffnet. Bis September 2027 beleuchten sie die Geschichte der Sammlungen sowie die bedeutende Rolle jüdischer Persönlichkeiten bei der Entstehung des Landesmuseums

© KBB – Kultur-Betriebe Burgenland

Seit 100 Jahren bewahrt, erforscht und vermittelt das Landesmuseum Burgenland die Geschichte und Kultur des Landes. Was einst als Sammlung zur regionalen Vergangenheit begann, hat sich zu einem wichtigen kulturellen Gedächtnis des Burgenlandes entwickelt.

Archäologische Funde, historische Dokumente, volkskundliche Objekte und kunstgeschichtliche Zeugnisse erzählen von den Menschen und Epochen, die das Land geprägt haben. Das Museum macht damit nicht nur Vergangenheit sichtbar, sondern stellt auch Fragen nach Identität, Wandel und Zukunft.

 

Der Bär und die Tänzerin

Am 14. September 1926 wurde das Burgenländische Landesmuseum im heutigen Leinner-Haus eröffnet. Genau an diesen ersten Standort kehrt das Museum nun für sein Jubiläum zurück. Am Freitagabend wurde dort die Ausstellung „Das Landesmuseum und seine Sammlungen“ feierlich eröffnet. Ergänzt wird sie durch die Ausstellung „Das Landesmuseum und das Judentum“ im Österreichischen Jüdischen Museum Eisenstadt.

Zu den besonderen Exponaten zählen das vollständige Skelett eines 1929 in Winden gefundenen Höhlenbären, ein Mastodon-Stoßzahn, archäologische Fundstücke sowie der Tanzschuh der Tänzerin Fanny Elssler. Die Bandbreite von Urgeschichte und Naturwissenschaft bis zu Kunst und Kulturgeschichte macht sichtbar, was das Landesmuseum als regionales Universalmuseum auszeichnet.
 

Jüdische Persönlichkeiten prägten die frühe Museumsgeschichte

Die zweite Jubiläumsausstellung „Das Landesmuseum und das Judentum“ im Österreichischen Jüdischen Museum widmet sich einem wesentlichen Kapitel der Museumsgeschichte: den jüdischen Persönlichkeiten, die an der Gründung und Entwicklung des Landesmuseums maßgeblich beteiligt waren.

Im Mittelpunkt steht Sándor Wolf. Gemeinsam mit Karl Halaunbrenner, Alphons Barb und Michael Ferdinand Bothar gehört er zu jener Generation, die wesentlich zum Aufbau der Sammlungen und der landeskundlichen Forschung im jungen Burgenland beitrug.

Mit den beiden Jubiläumsausstellungen rückt das Landesmuseum seine eigene Geschichte ins Zentrum – über seine Sammlungen ebenso wie über jene Menschen, die das Museum aufgebaut und geprägt haben. Der historische Ausgangspunkt im Leinner-Haus und die Ausstellung im Österreichischen Jüdischen Museum verbinden dabei Vergangenheit und Gegenwart und machen zentrale Kapitel der burgenländischen Museumsgeschichte sichtbar.

Ausstellungsdauer:

3. Oktober 2026 - 26. September 2027

„Das Landesmuseum und seine Sammlungen“

Leinner-Haus Eisenstadt
Ruster Straße 12-16                                                                                                
7000 Eisenstadt                                                                                            
Öffnungszeiten: Do – So | 10 – 17 Uhr            

                                                
landesmuseum-burgenland.at

„Das Landesmuseum und das Judentum“

Österreichisches Jüdisches Museum
Unterbergstraße 6
7000 Eisenstadt                                                                                           
Öffnungszeiten: siehe Website              

                                                                  
ojm.at