Sport & Bewegung

Am Steuer des Nationalteams

Seit 2009 ist er fixer Bestandteil des österreichischen Nationalteams – allerdings nicht am Spielfeld, sondern am Steuer: Stefan Kutsenits, der Busfahrer des ÖFB-Teams. 

Stefan Kutsenits mit Fußballer Marco Friedl
Stefan Kutsenits begrüßt die Spieler des Nationalteams vor jeder Fahrt. Ein letzter Handshake mit Marco Friedl, bevor es zu einer der letzten Trainingseinheiten vor dem Spiel gegen San Marino geht. © ÖFB/Koschier

Alles begann 2006 mit einer spontanen Notlösung: Kutsenits fuhr kurzfristig die U16, weil der damalige Partnerbetrieb vergessen hatte, einen Bus bereitzustellen. „Ich bin eingesprungen, habe die Mannschaft ins Training gebracht – und der Teammanager war zufrieden“, erinnert er sich. Nach weiteren Einsätzen bei Nachwuchs- und gegnerischen Teams folgte 2009 der feste Vertrag mit dem ÖFB. Seitdem sorgt er dafür, dass die Mannschaft sicher und pünktlich zu Trainings und Spielen kommt. 

Zwischen Alltag und Ausnahmezustand 

Pro Jahr ist er zwischen 40 und 50 Tagen mit dem Team unterwegs, vor allem zu den fixen UEFA-Terminen. Trotz Routine bleibt jeder Einsatz besonders: „Die Leute fotografieren den Bus oder schauen wer aussteigt.“ Unvergesslich bleibt für ihn die EM-Qualifikation 2016 in Wien: „Nach dem entscheidenden Heimspiel sind wir mit Musik Runden um die Wiener Ringstraße gefahren – das war ein Wahnsinn.“  

Das Leben im Mannschaftsbus 

Über die Jahre haben sich die Rituale an Bord verändert. Früher spielten die Spieler Karten oder würfelten, heute dominieren Tablets, Handys und Spielekonsolen. Auch die Musik hat sich gewandelt: „Früher habe ich noch einiges erkannt, heute läuft meistens moderne Musik – DJ ist oft Marko Arnautović, manchmal auch Marcel Sabitzer oder Michael Gregoritsch.“ Neue Spieler müssen sich an die Sitzordnung halten, erklärt Kutsenits: „Die arrivierten Spieler haben natürlich ihre Stammplätze.“ 

Zwischen Alltag und Ausnahmezustand 

Pro Jahr ist er zwischen 40 und 50 Tagen mit dem Team unterwegs, vor allem zu den fixen UEFA-Terminen. Trotz Routine bleibt jeder Einsatz besonders: „Die Leute fotografieren den Bus oder schauen wer aussteigt.“ Unvergesslich bleibt für ihn die EM-Qualifikation 2016 in Wien: „Nach dem entscheidenden Heimspiel sind wir mit Musik Runden um die Wiener Ringstraße gefahren – das war ein Wahnsinn.“  

Das Leben im Mannschaftsbus 

Über die Jahre haben sich die Rituale an Bord verändert. Früher spielten die Spieler Karten oder würfelten, heute dominieren Tablets, Handys und Spielekonsolen. Auch die Musik hat sich gewandelt: „Früher habe ich noch einiges erkannt, heute läuft meistens moderne Musik – DJ ist oft Marko Arnautović, manchmal auch Marcel Sabitzer oder Michael Gregoritsch.“ Neue Spieler müssen sich an die Sitzordnung halten, erklärt Kutsenits: „Die arrivierten Spieler haben natürlich ihre Stammplätze.“ 

Ein Teammitglied auf Dauer 

Mit mehr als 16 Jahren im Dienst ist Kutsenits inzwischen das dienstälteste Mitglied des Betreuerstabs. „Bis voriges Jahr gab es noch einen Physiotherapeuten, der länger dabei war, aber jetzt bin ich der Dienstälteste.“ Zu einigen Spielern hat sich in der Vergangenheit ein enger Kontakt entwickelt, etwa zu Martin Harnik oder Zlatko Junuzović. Mit manchen ging es sogar auf private Golfrunden. „Man fühlt sich als Teil des Teams. Wenn wir irgendwo halten, wird fotografiert und die Leute schauen, wer aussteigt. Das ist schon besonders“, erzählt der Busunternehmer. Auch wenn er nicht im Rampenlicht steht: Ohne Stefan Kutsenits würde das Team nicht rechtzeitig am Spielfeld erscheinen. Der ÖFB-Busfahrer ist mehr als nur Chauffeur – er ist längst ein Stück Teamgeschichte. 

Partnerschaft

Seit über 28 Jahren besteht zwischen dem Burgenland Tourismus und dem Österreichischen Fußballbund eine erfolgreiche Partnerschaft, die das Image des Landes stärkt und jährlich Werbewerte in Millionenhöhe schafft.