Sport & Bewegung

Burgenland bei den Olympischen Spielen in Paris vertreten

Mit fünf Athletinnen und Athleten ist das Burgenland bei den am 26. Juli beginnenden Olympischen Sommerspielen in Paris präsent.

Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (l.) und Sportlandesrat Heinrich Dorner (r.) mit Lorena Abicht, Valentin Bontus und Tanja Frank mit Segelpartner Lukas Haberl (v.l.). © Landesmedienservice

Landeshauptmann Hans Peter Doskozil und Sportlandesrat Heinrich Dorner verabschiedeen offiziell die Teilnehmer:

  • Seglerin Tanja Frank (die mit ihrem Partner Lukas Haberl vom Union Yacht Club Mondsee antritt)
  • Kitesurfer Valentin Bontus
  • Windsurferin Lorena Abicht

Den beiden aufgrund von Trainingseinheiten verhinderten Sportlerinnen Charlize Mörz und Raphael Pallitsch wünschten Doskozil und Dorner ebenfalls viel Erfolg.

„Es freut mich sehr, dass unser Heimatbundesland bei den Olympischen Sommerspielen durch fünf Ausnahmetalente vertreten ist. Sie sind wichtige Botschafter des Sportlandes Burgenland und Vorbilder für den sportlichen Nachwuchs im gesamten Land. Alleine die Teilnahme ist ein bedeutender Höhepunkt in ihren Karrieren. Ich wünsche allen Olympiastartern viel Erfolg.“

Landeshauptmann Hans Peter Doskozil
 

Sportlandesrat Heinrich Dorner ergänzte: „Das Burgenland wird seinem Ruf als Sportland Nummer eins wieder einmal gerecht. Es gilt nicht nur als erstklassige Trainingsdestination, sondern bringt auch immer wieder Spitzensportlerinnen und Spitzensportler wie unsere Olympiastarter hervor.“

Beste Voraussetzungen im Burgenland

Das Burgenland bietet ideale Voraussetzungen für diverse Sportarten, unterstützt durch seine topografischen und klimatischen Vorteile. Die erfolgreiche Nutzung dieser Gegebenheiten erfordert das Zusammenspiel vieler Partner. Es braucht gut funktionierende Strukturen sowohl im Breitensport als auch im Spitzensport: Vereinsarbeit und die Möglichkeit, Sport zu betreiben, fördern den Nachwuchs, der für den Spitzensport unerlässlich ist. Gleichzeitig weckt der Spitzensport Freude an der Bewegung und animiert zum Breitensport. Daher unterstützt das Land Burgenland die Vereine aktiv. Neben zahlreichen Vereinen gibt es starke Sportdach- und -fachverbände, die die sportlichen Interessen auf allen Ebenen vertreten.

„Ouvrons Grand les Jeux“ – Das Motto von Paris

Die XXXIII. Olympiade, die vom 26. Juli bis 11. August in Frankreich stattfindet, steht unter dem Motto „Ouvrons Grand les Jeux“ („Offene Spiele“). Insgesamt treten rund 10.500 Athletinnen und Athleten aus 206 Nationen in 32 Sportarten an. Das österreichische Team umfasst 80 Sportler, darunter fünf aus dem Burgenland.

 

Unsere Athletinnen & Athleten

Raphael Pallitsch

Der Eisenstädter befindet sich derzeit auf einem Höhentrainingslager in St. Moritz. Er hatte seine Karriere bereits beendet, nach fünf Jahren Pause vom Leistungssport kehrte er zurück und feiert in Paris seine Olympia-Premiere. Zuletzt verbesserte er über 1.500 Meter gleich mehrmals den Österreichischen Rekord, bei der Europameisterschaft landete er auf dem sechsten Platz. Die Teilnahme bei den Olympischen Spielen in Paris ist der vorläufige Höhepunkt für ihn.

 

Valentin Bontus

Der gebürtige Perchtoldsdorfer war zuerst ein waschechter Freestyler. Der 23-Jährige, Mitglied des Yachtclub Podersdorf, wechselte aufgrund einer schweren Knieverletzung und schreibt seither eine Erfolgsgeschichte nach der anderen. Mit Platz vier bei der Segel-Weltmeisterschaft 2023 buchte er das Ticket für Paris 2024 und die Zieldestination Marseille, die nach unzähligen Aufenthalten längst seine zweite Heimat geworden ist. Bontus bleibt auch als olympischer Mitfavorit gechillt, er weiß, dass er schnell ist und immer um eine Medaille mitfahren kann.
 

Tanja Frank

Die gebürtige Wienerin, segelt aktuell für den ASVÖ Union Yachtclub Neusiedlersee. Als Tochter einer Segelschulbesitzerin konnte sie bereits im Alter von zweieinhalb Jahren alleine ein Boot in der Klasse Optimist steuern. Ihre ersten Regatten absolvierte sie mit Fünf. Ihrer früh gestarteten Segelkarriere blieb die 31-Jährige treu und feierte bereits viele Meilensteine. 2013 übernahm sie zusammen mit ihrem Segel-Kollegen Thomas Zajac die Weltranglistenführung und feierte mit Bronze bei den Olympischen Spielen in Rio 2016 im Nacra 17 einen ihrer größten Erfolge. Ihre Teilnahme in Paris ist nach Rio 2016 und Tokio 2020 bereits ihre Dritte. 

Charlize Mörz

Aktuell bereitet sich die Mattersburgerin beim Training in Linz intensiv auf die Spiele vor. Sie kürte sich 2024 zur ersten österreichischen Siegerin eines Weltcup-Bewerbs und sicherte sich zudem den Gesamtweltcup im Bodenturnen. Als Draufgabe erhielt sie das Ticket für die Olympischen Spiele in Paris. Von ihrem sportlichen Vater Michael Mörz, der als aktiver Fußballer zwölf Länderspiele für das ÖFB-Team absolvierte, profitiert Charlize enorm. Sie trainiert so wie ihre Schwestern Alissa und Collien in Linz, die Vorfreude auf die Olympischen Spiele ist groß.

 

Loren Abicht

Die in Hamburg geborene Österreichische Seglern ist Heeressportlerin des Österreichischen Bundesheeres, sie begann bereits im Alter von vier Jahren, in einer Optimisten-Jolle zu segeln. Später wechselte sie in die 420er-, anschließend in die 470er-Klasse. 2016 erfolgte der Umstieg in die damals neue olympische Bootsklasse 49erFX. Abicht nahm für ihre Sandkastenfreundin und Steuerfrau Tanja Frank, die nach ihrer gerade eroberten Olympia-Bronze mit Thomas Najac im Nacra-17 auf Partnersuche war, die Rolle als Vorschoterin ein. Das Duo segelte 2017 bei ihrer ersten gemeinsamen Weltmeisterschaft. 2018 holte sie sich WM-Silber und qualifizierte sich für die Olympischen Spiele in Tokio, dort belegten Abicht und Frank Rang 17. Nun hat sie es erneut zu den Olympischen Spielen geschafft. Sie startet jedoch auf dem (Wind-)Surfbrett in der erstmals olympischen iQFoiL-Klasse und schaffte durch einen Quotenplatz die Olympiaqualifikation.