Kultur

Die Burgarena-Saison ist eröffnet: Von der Militärmusik über Pink Floyd und Hochmair bis zum Blues

Die alten Mauern der Friedensburg Schlaining haben schon viele Geschichten erlebt. Ritter, Belagerungen, Friedensgespräche. Doch im Sommer 2026 wird die Burgarena im Rahmen des KLANGfestivals wieder zu etwas ganz anderem: zu einem vibrierenden Klangraum zwischen Blechblasinstrumenten, Indie-Gitarren, elektrischen Balladen und staubigem Blues.

Friedensburg Schlaining während des KLANGfestivals
Sehnsuchtsort: Die Burgarena in Schlaining bietet im Sommer Live-Musik vom Feinsten - Credit: ©Lexiho

Die kommenden Großveranstaltungen im Detail:

Holzfällen mit Nicholas Ofczarek und der Musicbanda Franui am 21. Juni

Thomas Bernhards Roman stellt einen Erzähler ins Zentrum, der aus der Distanz seines Ohrensessels eine „künstlerische Abendgesellschaft“ in der Wiener Gentzgasse beobachtet und diese mit bösartiger Genauigkeit seziert. Thomas Bernhards berühmte Prosa wird rezitativisch zum Leben erweckt, während die Musiker:innen von Franui u. a. mit einer Spezialität zu hören sein werden, die sie bekannt gemacht hat: dem Zelebrieren von Trauermärschen und Trauermusik. Dieses Konzert gehört noch thematisch zum KLANGfrühling und bildet den Abschluss dieses Konzertreigens.

 

Under the bridge am 26. und 27. Juni

„I see you on the dark side auf the moon“ singen die legendären Pink Floyd in einem ihrer Klassiker. In Schlaining heißt es am 26. Juni: „I see you under the bridge“, wenn die Floyd Division mit Pink Floyd-Hits die Burgarena verzaubern wird. „Under the bridge“: Der Name des Festivals ist Programm: Gespielt wird unter dem monumentalen Viadukt, das den Burggraben überspannt. Wo tagsüber Schatten auf die alten Steinmauern fallen, entsteht abends eine Bühne für Indie-Pop, HipHop und Singer/Songwriter-Musik. Zwischen den gemauerten Pfeilern treffen Gitarrenflächen auf elektronische Beats, junge Acts auf ein neugieriges Publikum aller Generationen.

LINE-UP:

26. Juni: Floyd Division, Zelda Weber, Betonwatte

27. Juni: Endless Wellness, Firkin, Die Blunznfettn Taupfnnauckal, Churro64/
Luisa Schweig

 

Balladen Rave am 4. Juli

Dass die Burg Schlaining mittlerweile mehr ist als bloße Kulisse, zeigt auch der Auftritt von Philipp Hochmair. Der Ausnahme-Schauspieler kehrt nach seinem gefeierten Vorjahresauftritt in der Burgarena und seinem Auftritt beim KLANGfrühling ins Südburgenland zurück – diesmal mit seiner explosiven „Schiller Balladen Rave“-Performance gemeinsam mit „Die Elektrohand Gottes“. Hochmair rezitiert nicht einfach Schiller; er zerlegt die Texte, jagt sie durch Elektrosounds und verwandelt klassische Literatur in ein fiebriges Live-Erlebnis zwischen Theater, Konzert und Performancekunst: Laut, hell, dumpf und krachend. Wenn „Die Bürgschaft“ plötzlich wie ein Rocksong klingt und der Burghof im Stroboskoplicht pulsiert, wird klar: Hochmair passt perfekt in diese mittelalterliche Festung.

 

I got the blues von 23.-26. Juli

Und dann ist da noch der Blues. Vom 23.-26 Juli wird die Burgarena rauer, wärmer, erdiger. Das „Blues & More Festival“ bringt internationale Blues-Acts nach Schlaining und setzt bewusst auf Atmosphäre. Statt überfüllter Asphaltflächen gibt es laue Sommerabende im Burghof, Gitarrenriffs zwischen historischen Mauern und den Geruch von Steaks und Sommerregen in der Luft. Das Festival verbindet Konzerte mit Kulinarik und entspanntem Festivalgefühl – vom Blues-BBQ bis zum sonntäglichen Blues Brunch.

 

Donnerstag, 23.07.2026 | 18:00 Uhr | Burghof Schlaining

18:00 Uhr: Blues BBQ, 19:00 Uhr: Backdoor Bluesband

Freitag, 24.07.2026 | 18:00 Uhr | Burgarena Schlaining

LINE-UP:
Muddy What?, Miller Anderson Band, Blau AG, Peter Kern Band

Samstag, 25.07.2026 | 18:00 Uhr | Burgarena Schlaining

LINE-UP:
Petra Börnerova trio, R&B Caravan, The Swamp Shakers, Climax Blues Band

Samstag, 25.07.2026 | 14:00 Uhr | Obstgarten Gieberling

Moritz Gamper

Sonntag, 26.07.2026 | 11:00 Uhr | Burghof Schlaining

Blues Brunch mit Blues Jam

 

Bonus: Für jedes Ticket erhält man ermäßigten Eintritt in die Friedensburg Schlaining - gültig bis 31.07.2026!

Stimmen zum KLANGfestival

Landeshauptmann und Kulturreferent Hans Peter Doskozil, von dem der Impuls zum Ausbau der Burgarena Schlaining gekommen ist, zeigt sich von der Entwicklung der Burg und der Burgarena begeistert: „Die Open-Air-Konzerte in Schlaining sind bereits nach kurzer Zeit zu musikalischen Highlights im Südburgenland geworden. Dieser Erfolg bestätigt die Entscheidung, in den Standort zu investieren.“ Die Veranstaltungen seien kulturelle Leuchtturmprojekte, das KLANGfestival weit mehr als ein Kulturereignis, so der Landeshauptmann weiter: „Das KLANGfestival ist ein Botschafter des Landes, der internationale künstlerische Qualität mit regionaler Identität verbindet und das Burgenland als Kulturland nachhaltig stärkt.“

KBB-Geschäftsführerin Claudia Priber: „In Schlaining entsteht ein Festivalsommer, der sich bewusst vom hektischen Mainstream absetzt. Mit diesen Auftritten zeigt sich, dass großartige Künstler*innen gerne ins Burgenland kommen. Wie bieten den Besucher‘innen maßgeschneiderte Angebote auf höchstem Niveau in einem einzigartigen Ambiente mit leistbaren Preisen. Kein austauschbares Großevent, sondern ein kultureller Kraftort zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Oder anders gesagt: Unter der Brücke beginnt der Sommer zu klingen“.

KLANGfestival-Intendant Gerhard Krammer: „Gerade diese nicht alltägliche Mischung macht den Kultursommer auf Burg Schlaining so besonders: Hier stehen nicht nur große Namen auf der Bühne, sondern auch Räume im Mittelpunkt. Das Viadukt über der „Under the Bridge“-Arena, die nächtlich beleuchteten Mauern, der offene Burghof – all das wird Teil der Inszenierung. Musik klingt hier nicht wie irgendwo. Sie hallt durch Stein und Geschichte.“