Kultur

„Die fliegende Burg“ – Das Musical zur Buchreihe startet

Premiere in Mattersburg: Star-Kinderbuchautor Thomas Brezina und Gerhard Krammer, Rektor der Joseph-Haydn-Privathochschule lassen besondere Tiere über die burgenländischen Kulturzentren Bühnen tanzen. 

Die fliegen Burg
© KBB

Sigi, das Spukschwein, Steffi, die blaue Störchin, Frox, der Ritterfrosch, Pina, das bellende Pferd und Karli, der fliegende Karpfen tanzen ab 22. Februar in einer aufwändigen Eigenproduktion der Kultur-Betriebe Burgenland (KBB) über die Bühnen der burgenländischen Kulturzentren. Diese besonderen Tiere und der böse Magier Rax Ross sind die Protagonisten des Musicals „Die fliegende Burg“, das in Mattersburg Premiere feiert. Star-Kinderbuchautor Thomas Brezina und Gerhard Krammer, Rektor der Joseph Haydn Privathochschule, haben Brezinas Geschichte aus dessen gleichnamiger Buchreihe mit der mitreißenden Musik aus Krammers Feder verschmolzen und daraus ein fesselndes Stück für die ganze Familie gezaubert. Darin geht es unter anderem um die Kraft von Freundschaft und Zusammenwirken und um das Anderssein.

Musical erweckt Figuren aus Büchern zum Leben

Das Musical ist die konsequente Weiterentwicklung eines ursprünglich aus einem ernsten Hintergrund entstandenen Projekts des Landes, nämlich Kinder für die Welt der Bücher zu begeistern und sinnerfassendes Lesen zu fördern. „Wir nehmen Kinder als Publikum ernst und wollen sie früh für Kunst und Kultur begeistern. Genau das gelingt mit dieser großartigen Eigenproduktion der Kultur-Betriebe Burgenland“, erklärt Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, der die unzähligen Geschichten von Thomas Brezina auch von seinen eigenen Kindern bestens kennt. Familien- und Bildungslandesrätin Daniela Winkler, die Ideengeberin des Buchprojekts, schätzt ebenfalls die literarischen Werke des bekannten Kinderbuchautors sowie die Melodien Krammers: „Mit dem Musical erwecken wir nun die Hauptdarsteller der Buchreihe ‚Die fliegende Burg‘ zum Leben und bringen Sie auf eine Bühne. Somit begleiten sie die Kinder nicht nur beim Lesen, sondern auch auf dem Weg in die Kultur.“ Auch Claudia Priber, Geschäftsführerin der KBB, zeigte sich begeistert: „Die Kindergäste von diesem Musical sind unsere zukünftigen Gäste für unsere Kulturzentren und unsere Bühnen im Burgenland. Das freut uns.“

Mehrdimensionale Welt beeindruckt

Das Stück beeindruckt mit einer mehrdimensionalen Welt, die geschaffen wurde. Als Bühnenbild fungiert ein stilisiertes Buch, das auf immer andere Art aufgeschlagen wird. Die Charaktere werden von sieben Schauspielerinnen und Schauspielern in Kombination mit in England angefertigten Spezialpuppen dargestellt – eine Herausforderung für alle Beteiligten, weiß Terry Chladt, der den Rax Ross mimt und hier sein Regiedebüt feiert: „Eine Puppe ist wie ein Mensch, sie ist ein Individuum. Jede Puppe ist anders“, schildert er stolz, weil es gelungen ist „innerhalb von kürzester Zeit diese Puppen lebendig werden zu lassen“. Eine Besonderheit ist auch, dass die Musik nicht vom Band kommt, sondern live von Musikern des Landesorchesters dargeboten wird, sagt Krammer, der bereits seit drei Jahrzehnten mit Brezina zusammenarbeitet. „Die fliegende Burg“ sei ihre dichteste und intensivste gemeinsame Arbeit gewesen. Wie gut die beiden als kreatives Duo harmonieren, lässt sich nicht nur im fertigen Stück erahnen. Beim Schreiben der Songtexte sei immer schon eine Art von Melodie im Kopf, die er Krammer dann vorsinge, erzählt Brezina: „Dass er die Fantasie hat, irgendwie zu erahnen, was das sein könnte, aber im Prinzip dann etwas macht, was mich jedes Mal überrascht und jedes Mal natürlich zehnmal schöner ist als das, was ich im Kopf habe, das ist großartig.“

Kinder verdienen Qualität

Auch der Zugang, wie die beiden für ihr junges Publikum arbeiten, verbindet die zwei: „Der Kern meiner Arbeit hat immer gelautet, es ist die Aufgabe, Kinder zu begeistern, sie zu bestärken und zu begleiten. Kinderbücher sind nicht die kleinen Geschwister der hohen Literatur. Genauso ist Theater für Kinder nicht ein Ableger, den man auch noch dazu macht. Sondern es geht darum, Qualität zu bieten. Denn nicht nur, dass Kinder sich das verdienen. Qualität ist das, was bleibt, was bestärkt, was hineingeht, was einen Eindruck hinterlässt, der dann ein Leben lang bleibt“, so Brezina.

Premiere und Autogrammstunde mit Thomas Brezina ist am Samstag, 22. Februar 2025 im Kulturzentrum Mattersburg. Anschließend folgen bis 3. April 2025 insgesamt 18 Schultheater-Aufführungen im Kultur Kongress Zentrum Eisenstadt sowie in den Kulturzentren Mattersburg und Oberschützen. Familien sind herzlich willkommen. Weitere Infos auf www.kultur-burgenland.at