Gesundheit

Ein Ort der Geborgenheit: Erstes stationäres Hospiz im Burgenland

Wenn die Betreuung zu Hause nicht mehr möglich ist, braucht es einen Ort, an dem Menschlichkeit und Würde im Mittelpunkt stehen. In Oberpullendorf entsteht dafür das erste stationäre Hospiz des Burgenlands. Es soll schwerkranken Menschen Geborgenheit schenken und ihre Angehörigen unterstützen

Baustellenbesuch beim ersten stationären Hospiz des Burgenlands Gruppenfoto
Baustellenbesuch beim ersten stationären Hospiz des Burgenlands: Ewald Schlaffer (Projektleiter, Soziale Dienste Burgenland GmbH), Soziallandesrat Leonhard Schneemann, Katharina Gartner (Pflegedienstleiterin), Bernhard Luef (Heimleiter des Pflegewohnhauses Oberpullendorf – St. Peter) und Andreas Predl (Geschäftsführer der Burgenländischen Pflegeheim Betriebs-GmbH) © Landesmedienservice / Dorothea Müllner-Frühwirth

Würdevolle Begleitung in der letzten Lebensphase

Ein multiprofessionelles Team mit rund 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wird die Menschen im Hospiz künftig begleiten. Neben der Pflege spielen auch psychosoziale Unterstützung und die individuellen Bedürfnisse der Betroffenen eine wichtige Rolle.

„Mit dem ersten stationären Hospiz des Burgenlandes setzen wir einen historischen Meilenstein für die Soziallandschaft unseres Landes. Hier geht es nicht in erster Linie um Betten oder Quadratmeter, sondern um Menschlichkeit, Würde, Nähe und Respekt. Wir wollen, dass Menschen im Burgenland in keiner Lebensphase allein gelassen werden – auch dann nicht, wenn eine Betreuung zu Hause nicht mehr möglich ist“, betont Soziallandesrat Leonhard Schneemann beim Baustellenbesuch. Das neue Hospiz ergänzt die bereits bestehenden mobilen Angebote im Land.

Hilfe und Nähe im ganzen Burgenland

Schon jetzt sind die mobilen Palliativteams von Eisenstadt und Güssing aus burgenlandweit im Einsatz. 2026 haben sie bislang 615 Menschen betreut und rund 7.500 Leistungsstunden erbracht. Auch ehrenamtliche Hospizbegleiterinnen und -begleiter schenken Betroffenen und ihren Familien wertvolle Zeit und ein offenes Ohr.

Die mobilen Palliativteams unterstützen schwerkranke Menschen und ihre Angehörigen vor allem bei der Betreuung zu Hause und in Pflegeeinrichtungen. Sie helfen dabei, die Versorgung zu koordinieren, beraten bei pflegerischen und psychosozialen Fragen und tragen dazu bei, Schmerzen und andere belastende Krankheitssymptome zu lindern. Ziel ist es, die Lebensqualität der Betroffenen bestmöglich zu erhalten.

Mit dem neuen Hospiz wird dieses Netz weiter gestärkt – damit schwerkranke Menschen auch am Lebensende bestmöglich begleitet werden.