Tourismus

Eine Region. Viele Menschen. Ein Mittagessen.

Hinter jedem Mittagessen der Gästehäuser und Küchen Burgenland GmbH stehen engagierte Menschen, Qualität und regionale Wertschöpfung. Wir begleiten eine Mahlzeit auf ihrem Weg durch das Burgenland – vom landwirtschaftlichen Betrieb über die Großküche und die Auslieferung bis zu den Kindern in Volksschule und Kindergarten

Teamfoto aus der Großküche der Gästehäuser und Küchen Burgenland
In der Großküche in Oberwart wird aus guten Zutaten ein Mittagessen für viele kleine Gäste. Das Küchenteam verbindet handwerkliches Können mit genauer Planung – jeden Tag aufs Neue

Es ist kurz vor Mittag. In der Volksschule werden die Tische gedeckt, die Kinder nehmen ihre Plätze ein. Dann ist es so weit. Große Augen, hungrige Blicke, klirrendes Besteck, das in ungeduldigen Händen liegt. Kaum stehen die Teller auf den Tischen, wird auch schon losgelegt. Was dabei kaum jemand sieht: Bis das Essen serviert wird, haben viele Hände mitgearbeitet. Es ist Teil einer regionalen Versorgungskette, die weit über die Schultüren hinausreicht. Dahinter steht die Gästehäuser und Küchen Burgenland GmbH (GHKB), die verschiedene Einrichtungen der Gemeinden mit frischen Mahlzeiten versorgt.

Die Reise unserer Mahlzeit beginnt auf dem Bauernhof – auf dem Feld, mit dem Korn. Am Biohof Unger in Oberschützen werden Getreide und Soja selbst angebaut und später an die eigenen Bioschweine verfüttert. „Wir sind ein nachhaltiger Kreislaufbetrieb. Wir produzieren unsere Futtermittel eigentlich alle selbst und haben uns für Bioqualität entschieden, weil wir einen gewissen Standard voraussetzen möchten. Das beginnt schon bei den Böden“, erklärt Landwirt Hans Unger. Dass er sich für die biologische Wirtschaftsweise entschieden hat, hat auch persönliche Gründe. „Erst wenn du Kinder hast, denkst du darüber nach, dass du ihnen selbst hochwertiges und gesundes Essen auf den Tisch stellen möchtest.“

Große Mengen, kleine Gäste

Vom Bauernhof geht es weiter in die Großküche nach Oberwart. Hier kommen die Rohstoffe zusammen und werden von einem perfekt abgestimmten Team zu frischen Mahlzeiten zubereitet. „Wer bei uns isst, soll wissen, woher die Zutaten kommen. Ein Bioanteil von mindestens 70 Prozent ist für uns die Basis für gesunde, ehrliche Küche“, betonen die GHKB-Geschäftsführer Oliver Snurer und Klaus Glavanics.

Ein eingespieltes Team

Kevin Koglmann, der die Großküche leitet, kommt ursprünglich aus der Haubengastronomie. Die Gemeinschaftsverpflegung bringt neue Herausforderungen mit sich: „Es sind ganz andere Mengen. Man muss viel mehr rechnen, organisieren und planen.“ Umso wichtiger ist für ihn das Team, auf das er sich verlassen kann. Gleichzeitig muss auf die individuellen Bedürfnisse. der Kinder eingegangen werden. „Wir stehen vor der Herausforderung, dass Allergien und Unverträglichkeiten zunehmen. Da müssen wir wirklich darauf achten, dass jedes Kind das Essen bekommt, das es auch verträgt“, betont Kevin.

Trotz der großen Mengen wird möglichst viel selbst hergestellt: Auf Konservierungsstoffe und Fertigprodukte wird weitgehend verzichtet. Selbst Eis und Kuchen werden in der eigenen Küche zubereitet. Dabei müssen Lagerung, Hygiene und Frische jederzeit gewährleistet sein. Was vorbereitet werden kann, wird geplant – gleichzeitig muss die Küche flexibel bleiben.

Damit das Essen frisch und sicher bei den Kindern ankommt, braucht es auch einen verlässlichen Transport. Dafür sorgen die Verkehrsbetriebe Burgenland (VBB). Ausgeliefert wird burgenlandweit vorwiegend mit Elektroautos. Dabei werden die Mahlzeiten in speziellen Warmhalteboxen transportiert und ein großes Team sorgt dafür, dass alles pünktlich ankommt.

Von der Region auf den Kinderteller

In der Volksschule in Unterkohlstätten ist es so weit: Emma bekommt ihr Mittagessen warm auf den Tisch. Was für sie zum ganz normalen Schulalltag gehört, ist das Ergebnis vieler Hände, viel Sorgfalt und einer guten Portion Liebe.

Qualität entsteht nicht von selbst – sie beginnt bei den Zutaten und wächst durch präzise Verarbeitung und das Engagement der Menschen, die verlässlich zusammenarbeiten. So ist ein Mittagessen nicht einfach ein Mittagessen – es sichert Arbeitsplätze und stärkt die Region. Denn eine gute Mahlzeit beginnt lange bevor sie auf dem Teller landet – und wirkt weit über ihn hinaus.