Soziales
Gemeinsam Lösungen finden: Die Pflege- und Sozialberatung im Burgenland
Im Technologiezentrum Neutal sprachen wir mit Waltraud Kölly-Schranz, der Leiterin der Pflege- und Sozialberatung der Sozialen Dienste Burgenland (SDB). Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die Frage, wie Menschen im Burgenland unterstützt werden, wenn Pflege, Betreuung oder soziale Hilfe plötzlich zum Thema werden – sei es nach einem Unfall, im Alter oder durch eine Erkrankung.
Erste Anlaufstelle bei Fragen rund um Pflege und Betreuung
Die Pflege- und Sozialberatung versteht sich als zentrale Drehscheibe für alle Fragen rund um Pflege und Betreuung. Aktuell sind 21 Pflege- und Sozialberater in den insgesamt 28 Pflegeregionen im Einsatz. Ihr Ziel: Menschen und ihre Angehörigen individuell zu begleiten und gemeinsam passende Lösungen zu finden. Die Beratung umfasst Informationen zu Fördermöglichkeiten, Unterstützungsangeboten und Betreuungsformen – von mobiler Hauskrankenpflege über 24-Stunden-Betreuung bis hin zum Anstellungsmodell für betreuende Angehörige oder Vertrauenspersonen. „Wir schauen uns die Situation der Familien genau an, analysieren die Bedürfnisse und schnüren gemeinsam ein Versorgungspaket, das den Alltag erleichtert“, erklärt Waltraud Kölly-Schranz.

Unterstützung direkt vor Ort
Sobald sich Angehörige oder Betroffene melden, vereinbart die Pflege- und Sozialberatung einen gemeinsamen Termin. Dieser findet im Idealfall im eigenen Zuhause statt, da auch die wohnlichen Gegebenheiten eine Rolle spielen, etwa beim Thema Barrierefreiheit. Dabei wird gemeinsam erhoben, welche Unterstützung notwendig ist und welche Möglichkeiten es in der jeweiligen Region gibt. Im Mittelpunkt stehen Fragen wie, ob die Betreuung zu Hause weiterhin möglich ist, welche Angehörigen unterstützen können oder ob mobile Pflege benötigt wird. Ebenso wird abgeklärt, ob ein Anstellungsmodell in Frage kommt, ein Platz in einem Pflegewohnhaus organisiert werden muss, bereits Pflegegeld beantragt wurde oder welche Förderungen infrage kommen. Anschließend unterstützen die Berater die Koordination weiterer Schritte, etwa die Kontaktaufnahme mit Pflegeeinrichtungen, mobilen Diensten oder Behörden.
Vernetzt mit Pflege, Therapie und Behörden
Alle Mitarbeitenden sind diplomierte Pflegekräfte mit entsprechender Berufserfahrung. Dadurch können sie den tatsächlichen Pflege- und Betreuungsbedarf professionell einschätzen. Gleichzeitig profitieren Betroffene vom breiten Netzwerk der Beratung. Seit dem Aufbau der Pflege- und Sozialberatung im Jahr 2019 entstanden enge Kooperationen mit Pflege-Organisationen, ärztlichem und therapeutischen Personal, Bezirksverwaltungsbehörden sowie sozialen Einrichtungen und Trägerorganisationen. Dieses Netzwerk ermöglicht schnelle Hilfe und kurze Wege, insbesondere in akuten Situationen.

Pflegeberatung an den Pflegestützpunkten
Im Rahmen des neuen Modells der Pflegeregionen wird die Pflege- und Sozialberatung zukünftig an allen Pflegestützpunkten vertreten sein, an den bisher eröffneten acht Stützpunkten ist dies bereits der Fall. Dort ist die Pflegeberatung nicht nur Ansprechpartner für die Bevölkerung, sondern auch für die jeweiligen Trägerorganisationen der Pflegeregionen. Waltraud Kölly-Schranz erläutert dazu ein praxisnahes Beispiel: „Wird während eines Beratungsgesprächs festgestellt, dass Hauskrankenpflege benötigt wird, kann sofort direkt am Stützpunkt Kontakt mit dem zuständigen Anbieter aufgenommen werden. Dadurch werden Unterstützungsmaßnahmen rasch eingeleitet.“

Pflegeberatung an den Pflegestützpunkten
Im Rahmen des neuen Modells der Pflegeregionen wird die Pflege- und Sozialberatung zukünftig an allen Pflegestützpunkten vertreten sein, an den bisher eröffneten acht Stützpunkten ist dies bereits der Fall. Dort ist die Pflegeberatung nicht nur Ansprechpartner für die Bevölkerung, sondern auch für die jeweiligen Trägerorganisationen der Pflegeregionen. Waltraud Kölly-Schranz erläutert dazu ein praxisnahes Beispiel: „Wird während eines Beratungsgesprächs festgestellt, dass Hauskrankenpflege benötigt wird, kann sofort direkt am Stützpunkt Kontakt mit dem zuständigen Anbieter aufgenommen werden. Dadurch werden Unterstützungsmaßnahmen rasch eingeleitet.“
Unterstützung auch bei Demenz und Behinderung
Das Angebot geht aber über klassische Pflegeberatung hinaus. Auch im Bereich persönliche Assistenz und Schulassistenz für Erwachsene bzw. Kinder mit Behinderung, mobile Demenzbegleitung, Pflege- und Krisenpflegepersonen (Pflegeeltern) sowie ehrenamtliche Sozialbegleitung stehen die Mitarbeitenden der SDB beratend zur Verfügung.
Kostenloses Angebot für Burgenländerinnen und Burgenländer
Die Beratung ist unverbindlich und kostenlos. Voraussetzung dafür ist lediglich ein Hauptwohnsitz im Burgenland. Die Pflege- und Sozialberatung ist an den Pflegestützpunkten und Bezirkshauptmannschaften, telefonisch sowie per E-Mail erreichbar. „Wir verstehen uns wirklich als Drehscheibe“, sagt Waltraud Kölly-Schranz. „Es geht darum, Menschen rasch, unkompliziert und individuell die Unterstützung zu vermitteln, die sie brauchen.“
