Bauen & Wohnen
Güssing wird ein moderner Kulturstandort
Im Juni 2021 haben sich die Burgenländerinnen und Burgenländer aus dem Bezirk Güssing im Rahmen einer Volksbefragung für die Modernisierung ihres Kulturzentrums entschieden. Nun nimmt das „Frank Hoffmann Kulturzentrum“ neue Gestalt an. Besucherinnen und Besucher dürfen sich zukünftig auf einen außergewöhnlichen Open-air-Bereich mit Outdoor-Bühne und ausziehbarer Tribüne freuen. Der Rohbau dafür soll im Mai 2025 fertiggestellt sein, „im Zeitplan“, wie Landeshauptmann Hans Peter Doskozil betont.
Mit der Sanierung des KUZ werde Güssing nachhaltig als moderner Kulturstandort gefestigt, so der Landeshauptmann über den Ausbau weiter: „Das KUZ Güssing wird zu einem modernen Kulturstandort der Extraklasse. Die Abbrucharbeiten im Bestand sind zu 90 Prozent abgeschlossen. Unser Ziel ist es, dass historische Veranstaltungsorte wie dieser erhalten bleiben und belebt werden, daher werden alle Sanierungs-Maßnahmen laufend mit dem Bundesdenkmalamt abgestimmt.“
Die Ausbauarbeiten im Innenbereich für den großen Veranstaltungssaal (500 Sitzplätze), die Bibliothek, Seminarräume und Co-Working-Spaces starten, nachdem der Outdoor-Rohbau im Mai 2025 abgeschlossen ist. Die Wiedereröffnung ist für 2026 geplant.
Jutta Benedek, Geschäftsführerin der Landesimmobilien Burgenland, über den Ausbau: „Bei der Sanierung des Kulturzentrums wird der denkmalgeschützte, brutalistische Bestand erhalten und an moderne Standards angepasst. Der überwiegende Bau der neuen Anlage erfolgt etwa in Sichtziegelmauerwerk und greift damit das Erscheinungsbild des Bestandes auf.“
Die Modernisierung wird gemeinsam mit dem Generalplaner, eine Arbeitsgemeinschaft der Firmen „eep architekten ZT GmbH“ und „Tritthart + Herbst Architekten ZT GmbH“ umgesetzt. Der Mehrwehrt für die Region sei – abgesehen vom kulturellen Aspekt – enorm, so der Landeshauptmann: „Die kulturelle Nahversorgung bleibt sichergestellt, Güssing wird kulturtouristisch weiter aufgewertet und die Investitionen beleben die regionale Wirtschaft.“ Konkret soll laut einer Studie von Joanneum Research die Modernisierung des Kulturzentrums etwa 210 Arbeitsplätze während der Bauphase sichern und eine Bruttowertschöpfung von 7,1 Millionen Euro im Burgenland auslösen.


