Kultur

Haydn-Orgel auf dem Weg zur Generalsanierung

Im Zuge der Renovierungs- und Umbauarbeiten im Landesmuseum wurde die sogenannte ältere Haydn-Orgel, die seit 1976 ein Prunkstück in der Aula ist, sorgfältig abgebaut. Bevor sie in einer Fachwerkstatt umfassend restauriert wird, ließ Orgelbauer Christoph Allgäuer das Instrument noch ein letztes Mal erklingen.

Abbau der Haydn-Orgel im Landesmuseum
Joseph Haydn spielte auf der Orgel mehrere Uraufführungen. © Landesholding Burgenland

Josep Haydn ist aus der burgenländischen Musikgeschichte nicht wegzudenken. Er war der berühmteste Komponist seiner Zeit. Nicht nur er, sondern auch die um 1750 gebaute Orgel hat schon einige Reisen hinter sich. Anfangs befand sie sich in der Bergkirche in Eisenstadt. Joseph Haydn hatte darauf mehrere seiner Messen uraufgeführt, deshalb wird sie auch ältere Haydn-Orgel genannt.

Später landete das Instrument für 145 Jahre in der Kirche in Kleinhöflein, dann im Depot des Bundesdenkmalamtes, bis es schließlich ziemlich kaputt nach 1942 wiederentdeckt und vom Landesmuseum Burgenland angekauft, restauriert und spielbar gemacht wurde. Nach fast 50 Jahren ist die Orgel wieder in die Jahre gekommen. Besonders die empfindlichen Metallpfeifen und das Spielwerk benötigen eine gründliche Generalüberholung.

Umbau Landesmuseum

Auch das Landesmuseum befindet sich derzeit in einer umfassenden Generalsanierung: Das denkmalgeschützte Gebäude wird technisch modernisiert, barrierefrei ausgebaut und für interaktive Ausstellungen neu konzipiert. Gleichzeitig wird das Museum inhaltlich neu ausgerichtet – es soll ein „Ort der Begegnung“ werden, in dem Objekte neu hinterfragt und künftig mit einem dialogorientierten, inklusiven Ansatz präsentiert werden.

Während der Schließung laufen Veranstaltungen an alternativen Standorten der Kulturbetriebe Burgenland, z. B. im Haydn-Haus, in der Landesgalerie und im Liszt-Museum.

Mehr über den Umbau des Landesmuseums