Bauen & Wohnen
Hier entstehen unsere Fachkräfte von morgen
Campus Pinkafeld: Lernen für die Zukunft
Wer heute im Burgenland studiert, soll morgen auch hier seine berufliche Zukunft finden können. Dafür wurden in Pinkafeld beste Voraussetzungen geschaffen. Rund 15.000 Quadratmeter Platz zum Lernen, Forschen und Austauschen bietet der neue Campus der Hochschule Burgenland, der am 8. Oktober feierlich eröffnet wurde. Im Mittelpunkt stehen die Zukunftsthemen Gesundheit, Energie und Nachhaltigkeit.
Gesundheitsachse Südburgenland
Besonders spannend ist dabei der Blick über die Campusgrenzen hinaus. Denn gemeinsam mit der Klinik Oberwart und der Gesundheits- und Krankenpflegeschule, die 2027 nach Pinkafeld übersiedeln soll, wächst hier eine wichtige Gesundheitsachse für das Südburgenland heran. Die Idee dahinter: Junge Menschen sollen dort ausgebildet werden, wo ihre Fähigkeiten später gebraucht werden. Auch die Medizinische Privatuniversität Burgenland soll künftig ihren Studienbetrieb am Campus aufnehmen.
Der Campus macht’s vor
Dass dabei nicht nur an morgen, sondern auch an übermorgen gedacht wurde, zeigt das Gebäude selbst. 183 geothermische Tiefensonden und eine Photovoltaikanlage sorgen dafür, dass der Campus über das Jahr gesehen energieunabhängig ist. Was die Studierenden hier über nachhaltige Energieversorgung lernen, wird also direkt vor ihrer Haustür umgesetzt.

Ceramico Campus Stoob: Altes Handwerk, neue Möglichkeiten
Töpfern, Formen, Gestalten: In Stoob hat das Arbeiten mit Ton eine lange Geschichte. Und die soll noch viele Kapitel bekommen. Mit dem neuen Ceramico Campus, der Anfang Oktober feierlich eröffnet wurde, hat Österreichs einzige Keramikfachschule ein modernes Zuhause erhalten.
Unsere Fachkräfte von morgen
Bis zu 200 Schülerinnen und Schüler finden hier künftig beste Bedingungen, um ein Handwerk zu erlernen, das viel Fingerspitzengefühl, Kreativität und Können verlangt. Dabei geht es längst nicht nur um traditionelle Keramik. Auch in den Bereichen Ofenbau sowie Fliesen- und Plattenlegen werden hier Fachkräfte von morgen ausgebildet. Dazu kommen Möglichkeiten zur Weiterbildung für Berufstätige und Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger.
Nachhaltigkeit im Mittelpunkt
Dass sich Tradition und Zukunft bestens verbinden lassen, zeigt auch die Bauweise. Schon das 2023 fertiggestellte Internat wurde als großer Holzbau errichtet. Beim Neubau der Keramikschule kamen weitere 432 Kubikmeter Holz zum Einsatz. So wird am Ceramico Campus nicht nur ein Stück burgenländischer Handwerksgeschichte bewahrt, sondern auch auf einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen gesetzt.

Haus der Volksgruppen: Vielfalt hat ein neues Zuhause
Die kulturelle Vielfalt im Burgenland hat in Oberwart einen neuen Ort der Begegnung bekommen. Mit der Eröffnung des Hauses der Volksgruppen Ende September wurde ein Projekt Wirklichkeit, das Menschen zusammenbringen und das Miteinander stärken soll.
Raum für Miteinander
Dabei hat jede Organisation ihre eigenen Räumlichkeiten, gleichzeitig gibt es viel Platz für das Miteinander. Seminar- und Gemeinschaftsräume, eine Bibliothek, ein Schnitt- und Proberaum sowie ein Veranstaltungssaal bieten viele Möglichkeiten, um Kultur zu leben, Sprachen weiterzugeben und gemeinsam Neues auf die Beine zu stellen. Mit einem öffentlich zugänglichen Bistro, Veranstaltungsräumen, Gästezimmern und 20 Starterwohnungen ist hier ein lebendiger Ort entstanden, der auch über die Volksgruppenorganisationen hinaus Menschen zusammenbringt.
Bestehendes bewahren
Auch beim Bau wurde darauf geachtet, Bestehendes zu erhalten und Ressourcen zu schonen. So blieben etwa die drei markanten Türme des ehemaligen Internats stehen und wurden saniert, während andere Gebäudeteile erneuert wurden. Wo neu gebaut wurde, kam unter anderem Holz zum Einsatz. Auf den Dächern werden Photovoltaikanlagen zur Stromerzeugung genutzt, andere Dachflächen und Teile der Fassaden sind begrünt.
