Natur
Im Einsatz für den Neusiedler See
Sobald die Sonne das Schilf berührt, werden die Maschinen angeworfen. Manchmal auch schon etwas früher. „Es ist am Morgen schon etwas frostig, aber mit der richtigen Ausrüstung ist das kein Problem“, erzählt René. Er bedient diese Saison eine der beiden neuen Schilfpflegemaschinen, die speziell für großflächige Alt- und Bruchschilfbestände entwickelt wurden. Umgeknicktes oder abgestorbenes Schilf ist zwar ein natürlicher Teil des Ökosystems, kann sich aber in großen Mengen negativ auswirken. In einer mehrmonatigen Testphase werden die Maschinen rund um den See erprobt und gemeinsam mit erfahrenen Schilfschneidern weiter optimiert.

Nachhaltige Seepflege
Was aus dem See kommt, wird verwertet – das ist Ziel des Seemanagements. Der abgepumpte Schlamm dient etwa nach Absprache mit Landwirtinnen und Landwirten als Bodenverbesserer. Auch für das Bruchschilf werden neue Verwertungsmöglichkeiten geprüft – ganz im Sinne einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft.
Geschäftsführer Erich Gebhardt betont: „Unsere Arbeit ist eine Investition in die Zukunft, um den See langfristig und ökologisch stabil zu halten.“
Freie Kanäle
Das aktuelle Bauprogramm umfasst klassische Arbeiten wie die Entschlammung der Hafenanlagen, Hafeneinfahrten sowie der Boots- und Schilfkanäle, aber auch das Anlegen von Brandschutzschneisen. In Abstimmung mit der Schifffahrt werden Kanäle verbreitert, um den Schiffsverkehr zu erleichtern. Zudem werden Maßnahmen umgesetzt, um die Wasserzirkulation zu verbessern, etwa in den Krautlacken bei Rust und im Bereich der Ruster Poschn bei Illmitz. Insgesamt sind Tätigkeiten an über 30 Standorten geplant.
