Trauer um Andrea Kdolsky
Noch bis zuletzt setzte sich Andrea Kdolsky mit großer Energie für Menschen ein, die selbst mit einer Krebserkrankung konfrontiert sind. Seit dem vergangenen Jahr leitete sie die Planungsarbeiten für das Maggie’s Centre, das angrenzend an die Klinik Oberwart entstehen soll.
Das geplante Zentrum soll die medizinische Versorgung von Krebspatientinnen und Krebspatienten um etwas ergänzen, das während einer Erkrankung ebenso wichtig sein kann: persönliche Begleitung, psychologische und soziale Unterstützung sowie einen Ort für Austausch, Orientierung und Entlastung. Auch Angehörige sollen hier Unterstützung finden.
Für Kdolsky war dieses Projekt nicht nur eine berufliche Aufgabe. Sie hatte ihre eigene Krebserkrankung öffentlich gemacht und wusste aus persönlicher Erfahrung, welche Herausforderungen eine solche Diagnose mit sich bringt. Umso mehr setzte sie sich dafür ein, im Burgenland einen Ort zu schaffen, an dem Betroffene neben der medizinischen Behandlung auch menschlich aufgefangen werden.
Noch wenige Wochen vor ihrem Tod sprach sie über ihre Vorfreude auf die Umsetzung des Projekts. Das Maggie’s Centre in Oberwart soll das erste seiner Art in Österreich werden und künftig den Namen Andrea Kdolskys tragen.
Damit bleibt ihr Wirken auch im Burgenland sichtbar. Andrea Kdolsky hinterlässt nicht nur als Ärztin, Gesundheitsexpertin und ehemalige Ministerin Spuren, sondern vor allem durch ihren Einsatz für Menschen in einer besonders schwierigen Lebensphase.
Unsere Gedanken sind bei ihrer Familie, ihren Angehörigen und allen, die ihr nahestanden.
