Kolumne

Strandgut aus dem Burgenland

Nicht nur in England und Frankreich, auch hierzulande spricht man ziemlich häufig anders, als man schreibt. Was allerdings zu Missverständnissen führen kann.

PERSCHYS PERSPEKTIVEN  

So sagte vor kurzem ein Mensch wienerischer Provenienz, er hätte im Radio gehört, dass Frank Elstner den Grimme-Preis erhalten habe. Was ihn – den wienerischen Menschen – aber gewundert hätte, weil ihm nicht bewusst gewesen sei, dass Elstner, der berühmte Showmaster und Medienmacher, auch Krimis schreiben würde. Na gut, das muss man jetzt vielleicht ein bisschen sickern lassen. 

Aber mein Stichwort für den Beginn der großen Ferien- und Urlaubszeit ist damit bereits gefallen. Für Garten-, Strand- und Terrassenliege seien daher z. B. empfohlen: Respekt, Frau Specht von Veronika Rieger, Verschwörung beim Heurigen von Paul Grote, Die Nacht schweigt von Sobo Swobodnik, Katzengold von Raimund Keinrath oder Glück im Burgenland von Christine Grän. Den Grimme-Preis, der ein deutscher Medienpreis ist, kriegen diese Bücher zwar nicht, aber für einen Burgenland-Krimi-Preis würde ich sie jederzeit vorschlagen.      

 

Eine Kolumne von Jakob Perschy