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Das war das Picture On 2026
Es gibt Festivals, bei denen man kilometerweit über ein riesiges Gelände marschiert, um von einer Bühne zur nächsten zu kommen. Und dann gibt es Bildein.
Hier reicht ein kleiner Spaziergang – und plötzlich steht man mitten im Konzert. Zwischen Kirchturm, Apfelgarten, Pinka und einer mächtigen Platane verwandelt sich das 350-Seelen-Dorf im Südburgenland alljährlich in eine erstaunlich große Bühne. Seit dem Jahr 2000 heißt es beim picture on festival: kleine Ortschaft, große Musik.
Auf die Mischung kommt es an
Das Geheimnis liegt in der Mischung, sowohl im musikalischen Sinne als auch im kulinarischen: Reggae trifft auf Rock, Indie auf Metal, Elektronik auf Ska. 2026 standen unter anderem H-Blockx, Inner Circle, Clawfinger, Stereo MCs, 2raumwohnung, Cari Cari und My Ugly Clementine auf dem Programm.
Doch Bildein wäre nicht Bildein, wenn es nur um Musik ginge. Ein Glas „Pinkawossa“ -eine spezielle südburgenländische Getränkemischung, ein Abstecher zum Pinkastrand oder ein Konzert unter der Platane gehören genauso zum Festivalerlebnis wie die großen Namen auf der Bühne. Organisiert wird das Ganze zu einem großen Teil ehrenamtlich – mit viel Idealismus und einer gehörigen Portion südburgenländischer Gelassenheit.
Fotos © NickArt
Live‑Tätowieren im Zeichen der Frauensolidarität
Festivalgäste konnten sich kleine Solidaritätsmotive live stechen lassen – mutig, spontan und mitten am Festival. Die Aktion von Frauen für Frauen Burgenland war Teil des LEADER-Projekts „Sicher.Land.Leben“ und brachte das Thema Frauensolidarität dorthin, wo Gemeinschaft, Offenheit und Begegnung im Mittelpunkt stehen.
Live tätowiert wurden die Motive von der Grazer Tattoo‑Künstlerin Tanja Aranovych, deren Illustrationen auch die kommende Awareness‑Kampagne von Frauen für Frauen prägen. Für alle Festivalgäste, die Haltung zeigen wollten, ohne „unter die Nadel“ zu kommen, gab es Klebetattoos, Sticker oder T-Shirts. Das Team von Frauen für Frauen war vor Ort, informierte und stand für Gespräche bereit. Jede Geste zählt, egal ob echte Tätowierung, Klebetattoo oder geteiltes Posting. Ab September kommt die Kampagne auch dorthin, wo Alltag passiert: auf Straßen, in Feeds, ins Gespräch.
Die Botschaft: Solidarität darf sichtbar sein – und auch schwierige Themen wie Gewalt und Belastungen sollen ohne Berührungsängste angesprochen werden können.


Über Frauen für Frauen
Frauen für Frauen steht für Begleitung, Information und Empowerment – vertraulich, kostenlos und urteilsfrei. Die Frauen‑, Mädchen‑ & Familienberatungsstellen in Oberwart, Güssing und Jennersdorf sind erste Anlaufstelle in allen Lebenslagen: von Beziehung und Familie über Arbeit und Existenzsicherung bis zu Krisen und Neubeginn. Im Frauenberufszentrum Oberwart unterstützt Frauen für Frauen zudem beim (Wieder‑)Einstieg ins Berufsleben. Mit Projekten wie Sicher.Land.Leben, StoP und FEMININA schafft der Verein Bewusstsein, Schutz und Perspektiven für Frauen, Mädchen und Familien im ländlichen Raum.





