Kultur
Jazz zwischen Erdbeerfeldern



Zwischen Erdbeerfeldern, sanften Hügeln und kleinen Ortschaften, entstand vor fünf Jahrzehnten ein Kulturphänomen, das weit über Österreich hinaus bekannt wurde: das Jazzfest Wiesen. Was 1976 als kleines Open-Air-Festival auf einem Tennisplatz begann, entwickelte sich zu einem der traditionsreichsten Jazzfestivals Europas.
Die Geschichte des Festivals ist eng mit dem Namen Franz Bogner verbunden. Der musikbegeisterte Wirt eröffnete Anfang der 1970er-Jahre das legendäre Jazz Pub Wiesen, eine Diskothek, die bewusst andere Wege ging als die damals üblichen Mainstream-Lokale. Statt Schlager und Charts setzte Bogner auf Jazz, Funk, Soul und experimentelle Musik. Aus dieser Leidenschaft entstand 1976 schließlich das erste Jazzfest in Wiesen.
Zum ersten Festival kamen rund 1.000 Besucherinnen und Besucher. Gespielt wurde auf einem einfachen Tennisplatz. Franz Bogner: „Finanziell war das erste Festival ein Risiko, kulturell aber ein voller Erfolg. Nach einer Zeit mussten wir uns selbst nicht mehr um die Bands kümmern, die haben sich selbst ‚angetragen‘“. Die besondere Atmosphäre und die Nähe zwischen Publikum und Künstlern machten das Festival rasch bekannt.
Weltstars im Burgenland

In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich Wiesen zu einem Mekka für Jazzfans. Zahlreiche internationale Größen standen auf der Bühne, darunter Ella Fitzgerald, Miles Davis, Ray Charles, Oscar Peterson oder Lionel Hampton. Auch Künstler wie Herbie Hancock, BB King und Dave Brubeck prägten die Geschichte des Festivals.
Mit dem Wachstum des Festivals wurde auch das Gelände erweitert. Seit 1980 finden die Veranstaltungen auf dem heutigen Festivalareal statt. 1990 entstand das markante weiße Zelt, das bis heute als Wahrzeichen der Wiesen Festivals gilt und Schutz bei jedem Wetter bietet.
Mehr als nur Jazz
Heute führt mit Juliane Bogner und Franz-Peter Bogner bereits die nächste Generation der Familie Bogner die Festivaltradition weiter. Neue Konzepte, modernisierte Infrastruktur und frische Veranstaltungsformate sollen sicherstellen, dass Wiesen auch in Zukunft ein Fixpunkt der österreichischen Musikszene bleibt.
Aus dem ursprünglichen Jazzfestival entwickelte sich im Laufe der Jahre ein vielseitiges Festivalzentrum. Zu den Jazzveranstaltungen kamen Reggae-, Rock-, Hip-Hop- und World-Music-Festivals hinzu. Namen wie „Sunsplash“, „Forestglade“ oder „Lovely Days“ machten Wiesen endgültig zu einem der wichtigsten Festivalstandorte Österreichs.
Juliane Bogner: „Trotz der stilistischen Vielfalt blieb der Geist des Ursprungsgedankens erhalten: Offenheit, musikalische Qualität und eine familiäre Atmosphäre. Viele Besucher schätzen bis heute gerade diese Mischung aus internationalem Niveau und burgenländischer Gemütlichkeit.“

In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich Wiesen zu einem Mekka für Jazzfans. Zahlreiche internationale Größen standen auf der Bühne, darunter Ella Fitzgerald, Miles Davis, Ray Charles, Oscar Peterson oder Lionel Hampton. Auch Künstler wie Herbie Hancock, BB King und Dave Brubeck prägten die Geschichte des Festivals.
Mit dem Wachstum des Festivals wurde auch das Gelände erweitert. Seit 1980 finden die Veranstaltungen auf dem heutigen Festivalareal statt. 1990 entstand das markante weiße Zelt, das bis heute als Wahrzeichen der Wiesen Festivals gilt und Schutz bei jedem Wetter bietet.
Mehr als nur Jazz
Heute führt mit Juliane Bogner und Franz-Peter Bogner bereits die nächste Generation der Familie Bogner die Festivaltradition weiter. Neue Konzepte, modernisierte Infrastruktur und frische Veranstaltungsformate sollen sicherstellen, dass Wiesen auch in Zukunft ein Fixpunkt der österreichischen Musikszene bleibt.
Aus dem ursprünglichen Jazzfestival entwickelte sich im Laufe der Jahre ein vielseitiges Festivalzentrum. Zu den Jazzveranstaltungen kamen Reggae-, Rock-, Hip-Hop- und World-Music-Festivals hinzu. Namen wie „Sunsplash“, „Forestglade“ oder „Lovely Days“ machten Wiesen endgültig zu einem der wichtigsten Festivalstandorte Österreichs.
Juliane Bogner: „Trotz der stilistischen Vielfalt blieb der Geist des Ursprungsgedankens erhalten: Offenheit, musikalische Qualität und eine familiäre Atmosphäre. Viele Besucher schätzen bis heute gerade diese Mischung aus internationalem Niveau und burgenländischer Gemütlichkeit.“
Am 21. August 2026 wird dieses besondere Jubiläum gemeinsam mit der Band Nazareth gefeiert. Auf dem Programm steht ein Abend voller Gänsehaut, fetziger Rock-Klassikern und echter Gefühle – dort, wo so viele Geschichten begonnen haben.
Weitere Artikel
Schlaining 2025: Wenn der Sommer in den KLANGherbst mündet
Mehr Kultur aus dem Burgenland
Entdecke weitere Geschichten, Veranstaltungen und Persönlichkeiten aus dem kulturellen Leben im Burgenland.
