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Blech aus dem Pannonischen

Warum das Burgenland beim größten Blasmusikfestival der Welt mehr als nur Wein mitbringt

©Burgenland Tourismus_Paul Rumlpmaier

Wer denkt, Blasmusik sei das, was beim Kirchenfest im Hintergrund spielt, während man Laugenstangen kauft, hat das Burgenland offenbar noch nie richtig gehört. Rund 4.000 Musikant:innen in über 90 Blasmusikkapellen sind hier aktiv – von Dorfplätzen bis zu Festzelten, von kirchlichen Prozessionen bis zu Bühnen, die inzwischen weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt sind. Die Blasmusik ist hier kein Museum, sondern Alltag. Und beim Woodstock der Blasmusik in Oberösterreich war das für kurze Zeit auch für 110.000 Gäste aus ganz Europa spürbar.

Das Festival, die Zahlen, der Wahnsinn

Neun Bühnen, über 150 Bands, 110.000 Woodstocker:innen und perfektes Wetter – das Woodstock der Blasmusik 2026 ist Geschichte, und was für eine. Zum 14. Mal verwandelte sich die Arco Area im Innviertel in das wohl schwerste Blechkonzentrat Europas. Das Musikaufgebot war so umfangreich wie noch nie: 328 Stunden Programm, komprimiert auf vier Tage, mit Bands von Oimara über die Jazzrausch Bigband bis zu RIAN feat. Woodstock Allstar Band.

Burgenland: kein Gast, sondern Stammspieler

Innerhalb dieses Riesenprogramms ist das Burgenland längst keine Überraschung mehr, sondern ein verlässlicher Fixpunkt. Mit moritz&co, der Flotten Musi, The Hopfenswingers, 11er Blech, da Blechhauf'n und LEMO war das Burgenland musikalisch stark auf den Festivalbühnen vertreten. Gerade da Blechhauf'n – sieben Burgenländer, die seit den Anfängen des Woodstock der Blasmusik fixer Bestandteil des Festivals sind – stehen exemplarisch für das, was burgenländische Blasmusik heute kann: Polka trifft Blues trifft Augenzwinkern. 

Der Freitag gehört dem Burgenland

Neben dem Musikalischen war Burgenland Tourismus mit einem ganzen Erlebnisprogramm vertreten. Am Freitag – dem inoffiziellen Burgenland-Tag – zog sich die pannonische Handschrift quer über das 60 Hektar große Gelände: Im Woodstock Stadel lockten Wein- und Rad-Challenges wie das „Pannonische Begriffsgulasch" oder „Im Blindflug zur Radtour", während auf der Hauptbühne Spontanität und Kreativität rund ums Radfahren gefragt waren. Dazu eine Weinfassbar, täglich geöffnet, mit Liegestühlen, Sonnenschirmen und einer Auswahl an Weinen burgenländischer Winzer:innen.

Fotos © Burgenland Tourismus_Jana Sophie / Jakob Zeller / Paul Rumlpmaier / Landesholding Burgenland_Matea Nikolic