Bildung

Topmoderne Werkstätte für gefragte Ceramico-Fachkräfte

Die Landesfachschule für Fliese, Keramik und Ofenbau in Stoob wird auf Hochtouren modernisiert. Der Neubau des Ceramico Internats war 2023 das erste Etappenziel – pünktlich zum Schulstart ging nun die neue Werkstätte in Betrieb.

Schüler:innen beim Arbeiten in der Werkstätte der Ceramico Burgenland

Der zukünftige Campus für bis zu 200 Schülerinnen und Schüler befindet sich bereits in Bau und soll im Sommer 2026 fertiggestellt werden. Damit etabliert sich die Ceramico als einzigartiges Kompetenzzentrum in Österreich. Die Modernisierung ist ein entscheidender Schritt, um den Standort zu stärken und jungen Menschen die bestmöglichen Ausbildungsbedingungen zu bieten. Mit der Kombination aus Schule, Produktion, Forschung und enger Zusammenarbeit mit der Wirtschaft setzt dieCeramico neue Maßstäbe in der Fachkräfteausbildung.

„Die Ceramico hat sich österreichweit bereits einen Namen gemacht. Projekte wie die Sanierung der Villa Beer in Wien, die Instandsetzung der Fußbodenheizung in der „villa urbana“ in der Römerstadt Carnuntum oder handgefertigte Vasen für die Weltausstellung 2025 in Osaka sind nur einige Beispiele dafür. Mit der Modernisierung investieren wir in die Zukunft gefragter Fachkräfte und sichern gleichzeitig einen wichtigen Teil der burgenländischen Identität“, so Landeshauptmann Hans Peter Doskozil.

Landesrätin Daniela Winkler ergänzt: „Die neue Werkstätte ist ein großer Gewinn für die Schülerinnen und Schüler. Sie bietet praxisnahe Ausbildung auf höchstem Niveau – und schafft beste Voraussetzungen, damit junge Menschen ihre Talente entfalten und beruflich erfolgreich durchstarten können.“

Das neue Herzstück

Die neue Werkstätte umfasst mehr als 3.000 Quadratmeter und vereint alles unter einem Dach. Sie bietet Flächen für die Berufsschule und Keramikfachschule, ein eigene Keramikproduktion, ein Ingenieurbüro mit Prüfanstalt, Produktions- und Technikflächen sowie einen Gymnastikraum. Zudem gibt es ein Labor, wo geforscht wird und Bereiche für die Erwachsenenbildungskurse.

Ceramico Geschäftsführerin Anita Wolf über die Fertigstellung: „Mit der neuen Werkstätte haben wir einen weiteren Meilenstein erreicht. Sie ermöglicht eine praxisorientierte Ausbildung, die den Nachwuchs optimal auf eine Karriere in der Keramik-, Fliesen- und Ofenbau-Branche vorbereitet.“

Nachhaltiger Neubau

Beim Neubau wurde großen Wert auf die Energieeffizienz gelegt. So wurden zum Beispiel die aus dem Abbruch gewonnen Materialien wie Ziegel und Beton vor Ort gebrochen, aufbereitet und als Unterbau beziehungsweise Verfüllung für die neuen Gebäude verwendet. Die Innenräume werden mit energiesparenden Luft-Wärmepumpensystemen konditioniert. In den Böden der Werkstätte wurden Flächenheizungen eingebaut. Die Abwärme der keramischen Brennöfen wird für die Beheizung der Werkstätte genutzt wird. Zudem gibt es eine Photovoltaikanlage mit ca. 50kWp am Dach.

Die Landesberufsschule für Keramik wurde bereits 1956 gegründet. Heute wird sie von der Ceramico Burgenland GmbH gemeinsam mit dem Land Burgenland und dem Österreichischen Fliesenverband modernisiert – und so fit für die Zukunft gemacht.