Genuss
Veganes Bratlfett’n
Heuriger und Weingut Strommer
in der Kellergasse in Purbach
Das vegane Bratlfett kommt und die Schafe sind weg. Es ist ein Zufall, ein unglücklicher. Tina Strommer liebt Tiere. Und so kam sie zu den Schafen, die bei ihr einfach nur ein feines Leben haben dürfen – aber hin und wieder ausreißen. Und so kam sie zur veganen Bratlfett’n. Weil Letztere halt einfach hervorragend schmeckt und niemandem weh tut. „Es kommen Gäste, die wollen zwei Brote, einmal mit der herkömmlichen, einmal mit der veganen Bratlfett’n, um zu probieren, ob sie auseinanderkennen, was was ist“, erzählt die charismatische Purbäckerin, die lieber hinter ihrem Mann Thomas, dem Winzer, in der zweiten Reihe steht und von sich selber sagt, dass sie eigentlich kochfaul sei. „Sicher kennt jeder im direkten Vergleich die vegane Bratlfett’n raus“, sagt Tina Strommer. „Ich hab die Kellnerin drei Mal gefragt, ob sie mir wirklich die vegane Variante gebracht hat, weil ich es nicht glauben konnte“, mischt sich eine Dame ein, die das Gespräch verfolgt hat.
„Ich respektiere das, wenn andere Menschen Fleisch essen“, sagt Strommer, „ich will niemanden überzeugen“, aber gerne eine Alternative anbieten. Und die Nachfrage steigt. Und dann noch ein Zufall. Als die vegane Bratlfett’n weg war, waren die Schafe wieder da. Ihr Mann hat sie in der Zwischenzeit eingefangen.
Das Rezept:
Zutaten:
2 große Zwiebel
3 Knoblauchzehen
4 EL Sonnenblumenöl
200 g Kokosöl
50 g Haferflocken
4 EL Sojasauce
Majoran, Thymian, Kümmel, Salz, Pfeffer
Zubereitung
Klein gehackte Zwiebel im Öl goldbraun rösten, danach Knoblauch und Haferflocken dazugeben und unter ständigem Rühren eine Minute lang rösten. Majoran und Thymian kurz mitrösten. Tina Strommer verwendet dafür getrocknete Gewürze, um das ganze Jahr über die immer gleiche Bratlfett’n anbieten zu können. Erst danach Salz, Pfeffer und Kümmel dazugeben und alles mit der Sojasauce ablöschen. Tina Strommer verwendet stets gemahlenen Kümmel, weil der weniger aufdringlich ist. Und sie verzichtet auf Rosmarin, den kann man alternativ aber ebenfalls verwenden. Dann noch Kokosfett dazugeben und schmelzen lassen.
Die Masse abkühlen lassen und immer wieder verrühren, damit sich die festen Teile nicht absetzen. In Gläser füllen und alles im Kühlschrank aufbewahren. Tina Strommer nimmt die Gläser eine halbe Stunde, bevor sie die Bratlfett’n verwendet, aus dem Kühlschrank.

