Soziales
Betreiber der Pflegeregionen stehen fest
Nachdem der Pilot-Pflegestützpunkt in Schattendorf bereits seit 2022 in Betrieb ist und im Dezember 2024 der zweite Stützpunkt in Stinatz eröffnet wurde, folgte nun der nächste wichtige Schritt bei der Umsetzung der Pflegestützpunkte im Burgenland: die Betreiber der 28 Pflegeregionen stehen fest. Die im Herbst 2024 gestartete Ausschreibung wurde nun abgeschlossen, insgesamt sechs bewährte Trägerorganisationen werden zukünftig für die einzelnen Regionen zuständig sein: Volkshilfe, Caritas, Hilfswerk, Diakonie, Rotes Kreuz und die Sozialen Dienste Burgenland. Die burgenländische Pflegeversorgung basiert auf drei Säulen: Betreuung zu Hause, Pflege im Pflegewohnhaus und dem Mittelbau mit Angeboten dazwischen. Herzstück dieses Mittelbaus sind die Pflegestützpunkte, die mobile Pflege, Tageszentren und betreutes Wohnen unter einem Dach vereinen.
Infoveranstaltungen im ganzen Land
Ab September 2025 werden in allen 28 Pflegeregionen Informationsveranstaltungen stattfinden, bei denen umfassend über alle Hintergründe zu den Pflegestützpunkten, alle Leistungsangebote und auch alle weiteren Schritte bei der Umsetzung informiert werden soll und auch Ansprechpersonen für alle Fragen zur Verfügung stehen. Die Umstellung der Pflegeregionen erfolgt schrittweise. Den Auftakt bildet die mobile Pflege und Betreuung, die ab 1. April 2026 in den neuen Strukturen organisiert wird. Bis zur Fertigstellung des Haupt-Pflegestützpunktes jeder Region läuft eine Interimsphase, in der alle Maßnahmen getroffen werden, um einen möglichst reibungslosen Übergang zu gewährleisten.
Kaum Änderungen für Klientinnen und Klienten
Ab der Umstellung fördert das Land Burgenland ausschließlich jene Trägerorganisationen, die in den Regionen den Zuschlag erhalten haben. Wer andere Anbieter wählen möchte, kann dies weiterhin tun, muss die Kosten jedoch selbst tragen. Für die meisten Klient:innen bringt das neue System kaum Veränderungen. Die zuständigen Trägerorganisationen waren bereits bisher überwiegend in jenen Regionen tätig, die sie nun offiziell betreuen. Dadurch bleibt in vielen Fällen auch das vertraute Pflegepersonal erhalten. Die gewohnte Qualität der Pflege und Betreuung ist somit weiterhin – und nun flächendeckend – gesichert.
Für etwaige Fragen zu den Pflegeregionen können sich Betroffene bei der Pflege- und Sozialberatung Burgenland unter der Telefonnummer 05 09 44 1111 melden.

