Genuss

Gebackener Weihnachtskarpfen aus dem Neusiedler See vom DasBRAUNSTEIN in Purbach

Paul und Alexandra Braunstein betreiben ihr Restaurant & Hotel mit allem, was ein richtig gutes Gasthaus ausmacht: Liebe zur Region, Liebe zur Küche und zu guten Weinen. Die beiden legen Wert auf regionalen Einkauf und auf burgenländische Traditionen, die sie aber in eine inspirierte Speisekarte gießen.

Foto von fertigem Gericht
Wein-Tipp: Ein Glas Welschriesling oder ein leichter Grüner Veltliner aus der Region passt hervorragend zu dem Weihnachtsklassiker © Sigi Weiß

 

Paul und Alexandra Braunstein betreiben Restaurant und Hotel in Purbach. Zu Weihnachten kommt ein burgenländischer Klassiker auf den Tisch, Karpfen aus dem Neusiedler See von der Fischerei Augsten in Rust. Die Erdäpfel stammen aus der Nachbarortschaft – so geht pannonischer Genuss!

www.braunstein.at 

Zutaten (für 4 Personen) 

Für den gebackenen Karpfen 

  • 1 frischer Karpfen aus dem Neusiedler See (ca. 1,2–1,5 kg, küchenfertig) 

  • Salz, frisch gemahlener Pfeffer 

  • 2–3 EL Zitronensaft 

  • 2–3 Knoblauchzehen (zerdrückt) 

  • Glattes Mehl zum Wenden 

  • 3–4 Eier 

  • Semmelbrösel (idealerweise etwas gröber, „pannonischer Stil“) 

  • Butterschmalz oder neutrales Öl zum Ausbacken 

 

Für den Erdäpfel-Vogerlsalat 

  • 800 g speckige Erdäpfel (z. B. Ditta, Sieglinde) 

  • 1 kleine rote Zwiebel, fein gehackt 

  • 2–3 EL Apfelessig 

  • 4–5 EL Sonnenblumenöl (oder Kürbiskernöl für eine burgenländische Note) 

  • 150 ml heiße Rinds- oder Gemüsesuppe 

  • 1 TL Senf 

  • Salz, Pfeffer 

  • 1 TL Zucker 

  • 1 Bund Schnittlauch, fein geschnitten 

  • 2 große Hände Vogerlsalat 

Zubereitung 

Den Fisch vorbereiten – Schröpfen inklusive 

Schröpfen bedeutet, die Haut und die obersten Fleischschichten mit feinen, parallelen Schnitten einzuritzen. Das hat zwei Vorteile: die feinen Gräten werden beim Braten knusprig und kaum mehr spürbar und die Marinade kann besser einziehen. 

So geht’s: 

Die Filets vom Fischhändler oder selbst vom ganzen Karpfen schneiden. 

Mit einem sehr scharfen Messer in ca. 2–3 mm Abstand quer zur Längsseite feine Schnitte setzen, aber nicht durchschneiden! (Schröpfen)  

Die Filets salzen, pfeffern, mit Zitronensaft beträufeln und mit dem zerdrückten Knoblauch einreiben. 15–20 Minuten ziehen lassen. 

Panieren und Ausbacken 

Filets trocken tupfen. Zuerst im Mehl wenden, dann durch die verquirlten Eier ziehen und schließlich in Semmelbröseln wälzen. In reichlich heißem Butterschmalz oder Öl bei 160–170 °C goldbraun ausbacken. Auf Küchenpapier abtropfen lassen. 

Geheimtipp: Damit die Panier besonders knusprig wird, ein wenig Maisgrieß unter die Brösel mischen. Und: Den Fisch nicht zu heiß backen, sonst wird die Panier dunkel, bevor das Fleisch durch ist. 

Erdäpfel-Vogerlsalat 

Erdäpfel ungeschält weichkochen, noch warm schälen und in Scheiben schneiden. Essig, heiße Suppe, Senf, Zucker, Salz und Pfeffer verrühren. Über die warmen Erdäpfelscheiben gießen und vorsichtig unterheben – die Erdäpfel sollen fast „schlotzig“ werden. Wenn die Marinade gut eingezogen ist, Öl einrühren. Fein gehackten Schnittlauch dazugeben. Den gewaschenen Vogerlsalat erst ganz zum Schluss locker unterheben, damit er knackig bleibt. 

Geheimtipp: Etwas vom Öl durch Kürbiskernöl ersetzen – nicht zu viel, nur einen Hauch. Das gibt dem Salat eine nussige burgenländische Note.